I14 Kriegserfahrung

I 14 Kriegserlebnis

Erzähler: Giuseppina Pozzobon

Mein Großvater, genannt Giuseppe, hatte eineinhalb Jahre in der Armee gedient. Bei Kriegsausbruch wurde er für drei Jahre lang als Caporal Maggiorre nach Afrika geschickt.

Die Afrikaner konnten ankommende Feinde hören indem sie die Ohren auf dem Boden legten. Mein Großvater und seine Kameraden warteten auf den Tau, der sich in der Nacht gesammelt hatte, um zu trinken und sich zu waschen, denn es gab sonst kein Wasser. Einmal rettete er sein Leben während einer Bombardierung, weil er sich unter den zwei Teilen eines toten Pferdes versteckt hatte.

Nach dem Krieg in Afrika kam er für ein Monat nach Hause. Dann wurde er für weitere zwei Jahre nach Jugoslawien geschickt. Dort wurde er von den Deutschen gefangen genommen und in ein Gefangenenlager nach Deutschland geschickt. Dort musste er in der Nacht Eisen schmieden um Nachschub für den Krieg zu erzeugen. Dort wurde er auch zwei Mal geschlagen, weil er eine Zigarettenkippe aufgeklaubt hatte und weil er etwas Brot von einer Frau bekommen hatte.

Wegen des Nahrungsmangels träumte er in der Nacht von Milch und von Polenta. Wegen der Befreiung durch die Amerikaner gelang es ihm wieder nach Hause zu gelangen.


 

I10 Die Brieftasche
I31 Der juedische Freund